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Einrichtung für Neurologische Rehabilitation

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Das Landesklinikum Allentsteig ist eine Einrichtung für neurologische Rehabilitation und ist organisatorisch der Abteilung für Neurologie am Landesklinikum Horn zugeordnet. Der medizinische Auftrag besteht in der Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen, die spezifischen rehabilitativen Ansätzen zugänglich sind. Im besonderen richtet sich der Schwerpunkt auf Patienten der sogenannten Kategorie C, d.h. Patienten, die wach, nicht überwachungspflichtig, zumindest teilweise kooperativ und im Stande sind, mindestens drei Stunden Therapie am Tag in Anspruch zu nehmen.

Neben der Beeinträchtigung motorischer und sensibler Fähigkeiten sind bei diesen Patienten höhere Hirnleistungen (Sprechen, Lesen, Rechnen, Handlungsplanung, Raumverarbeitung) betroffen. Aber auch Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen bzw. begleitende psychiatrische Störungen, wie Depression und Anpassungsstörung stellen häufig Probleme dar.

Behandlungsziele werden erst nach einer genauen Untersuchung durch das aus verschiedenen Berufsgruppen bestehende Behandlungsteam gemeinsam mit dem Betroffenen formuliert und orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen der Patienten.

Die Fülle der bestehenden Probleme erfordert einen interdisziplinären Zugang im multiprofessionellen Behandlungsteam. Unser junges, dynamisches Team ist auf die speziellen Bedürfnisse von Personen mit neurologischen Krankheiten geschult.


Medizinisches Leistungsangebot

Wir sind rund um die Uhr für unsere Patienten da. (24 Std., 7-Tage-Woche ärztliche Anwesenheit). In Notfällen und für spezielle Fragestellungen arbeiten wir mit dem Landesklinikum Horn und den regionalen Landeskliniken des Waldviertels eng zusammen.

  • Ganzheitliche, ärztliche Betreuung
  • Indikation und Koordination von Therapiemaßnahmen
  • Transkranielle Magnetstimulation
  • Gleichstromtherapie
  • Transkutane Nervenstimulation
  • Neuromuskuläre Elektrostimulation
  • Funktionelle Elektrostimulation
  • Akupunktur
  • Manuale Medizin
  • Neuraltherapie
  • Funktionelle Elektrostimulation

Diagnostik

  • EKG
  • Langzeit EKG
  • Langzeit Blutdruckmessung
  • Ultraschall

Die Wiedererlangung und Erhaltung von Autonomie und Handlungsfähigkeit sind übergeordnete Ziele der Ergotherapie in der Neurologie. Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in der Neurologie analysieren, zerlegen, planen und modifizieren Handlungsabläufe stets im Hinblick darauf, wie und unter welchen Bedingungen sie sich für eine Therapie der jeweiligen PatientInnen eignen.

In der Ergotherapie werden verlorengegangene Fähigkeiten wiedererlernt und vorhandene Fähigkeiten gefördert und erhalten, sowie Kompensationsmöglichkeiten bei Funktionsverlust entwickelt.


Leistungsangebot

  • Therapie sensomotorischer Fertigkeiten
  • Anfertigung von Handschienen
  • Robotik- und Geräteunterstütze Therapiesysteme zur Arm- und Handbehandlung
  • Training der Selbstversorgung
  • Individuelle Förderung der kognitiven Funktionen für Alltag und Beruf
  • Förderung sozialer und emotionaler Fähigkeiten
  • Hilfsmittelberatung, -versorgung und –training
  • Haltungs- und Bewegungsergonomie
  • Berufsbezogenes Training
  • Beratungsgespräche, Angehörigenberatung
  • Funktionelle Elektrostimulation

Die Aufgabe der Physiotherapie in der Rehabilitation von neurologischen Erkrankungen ist die Optimierung der motorischen Funktions- und Leistungsfähigkeit sowie das Erreichen der Mobilität und somit der größtmöglichen Selbständigkeit.

Im physiotherapeutischen Aufnahmebefund werden die funktionellen Defizite und Einschränkungen des Patienten analysiert. Darauf basierend legen wir gemeinsam mit dem Patienten die Therapieschwerpunkte und Ziele fest. Wir erstellen ein - auf seine Bedürfnisse angepasstes - Therapie- und Trainingsprogramm, das während des Aufenthaltes laufend adaptiert wird.

Um den Patienten auf die anschließende Rückkehr in den Alltag bestmöglich vorzubereiten, legen wir großen Wert auf die Schulung und Miteinbeziehung betreuender Angehöriger, sowie auf die eventuell erforderliche Hilfsmittelversorgung.


Leistungsangebot

  • Behandlung nach neurophysiologischen Konzepten in Einzel- und Gruppentherapien
  • Koordinations- und Funktionsschulung
  • Manuelle Therapie und Schmerzbehandlung
  • Medizinische Trainingstherapie und Sportphysiotherapie
  • Therapiegarten/Outdoortraining
  • Ganganalyse und Biofeedbacktraining
  • Lokomotionstraining
  • Funktionelle Elektrostimulation

Das Leistungsspektrum der med. Masseure und dipl. MTF umfasst Behandlungsformen, die auf physikalischen Methoden beruhen.  Die Behandlungen werden nach ärztlicher Anweisung von Therapeutinnen und Therapeuten ausgeführt. Die Therapiemaßnahmen haben unter anderem eine schmerzlindernde, durchblutungsfördernde, entstauende, muskeldetonisierende und muskeltonisierende sowie muskelkräftigende Wirkung.


Leistungsangebot

  • Hand- und Fußreflexzonen-, Akupunktur-, Bindegewebsmassage
  • Ultraschalltherapie
  • Elektrotherapie (Nieder- und Mittelfrequenz)
  • Lasertherapie  
  • Magnetfeldtherapie
  • Thermotherapie (Moor, Heublumenpackungen, Rotlicht, Kältewickel) 
  • Lymphdrainage 
  • Narbenbehandlung

Die Logopädie in der neurologischen Rehabilitation befasst sich mit der fundierten Diagnose und Therapie von zentralen Sprachstörungen (Aphasie, Kognitive Dysphasie), Sprechstörungen (Dysarthrie), Schluckstörungen (Dysphagie) und isolierten Hirnnervenparesen  (z.B. Fazialisparese).

Bei Beeinträchtigungen des Sprechens oder der Sprache hat die logopädische Therapie das Ziel, die Verständigung im Alltag zu verbessern. Die Therapiemethoden werden dabei individuell abgestimmt, um eine Stimulation und Reaktivierung der Kommunikationsfähigkeit  zu ermöglichen.

Bei Beeinträchtigungen des Schluckens hat die logopädische Therapie das Ziel, die Flüssigkeiten und Kost zu adaptieren, um einen sicheren Schluckakt gewährleisten zu können. In den Therapieeinheiten wird an der Kräftigung und Elastizitätsförderung der schluckrelevanten  Muskulatur gearbeitet.


Leistungsangebot

  • Fachspezifische Diagnose und Behandlung in Form von:
    - Einzeltherapien
    - Gruppentherapien
    - Angehörigenschulungen
    - therapeutische  Essensbegleitungen
    - Transkranielle Magnetstimulation mit anschließender Aphasietherapie

Die Auswirkungen neurologischer Erkrankungen werden häufig sowohl von Patientinnen und Patienten als auch vorn persönlichen Umfeld der Betroffenen als sehr belastend erlebt.
In der Klinischen Psychologie/Klinischen Neuropsychologie steht die Ganzheitlichkeit des Menschen im Vordergrund .
Je nach vorliegenden Einschränkungen, Belastungen und Bedürfnissen wird ein individueller Therapieplan erstellt, der den aktuellen Veränderungen angepasst wird.


Angebote der Klinischen Psychologie und Klinischen Neuropsychologie:

  • Diagnostik in den Bereichen:
    o Orientierung
    o Aufmerksamkeitsfunktionen
    o Lern- und Merkfähigkeit (Gedächtnis)
    o Exekutive Funktionen (z.B. Planen, schlussfolgerndes Denken, kognitive Flexibilität, Problemlösen)
    o Räumliche Funktionen
    o Visuelle Wahrnehmung
    o Sprachverständnis und -produktion
    o Klinische Skalen zur emotionalen Befindlichkeit
  • Individuell angepasstes neuropsychologisches  Training kognitiver Funktionen:
    o Neuropsychologisches Training am Computer
    o Trainingsrnaterialen zur neuropsychologischen  Rehabilitation
    o Papier-Bleistift-Aufgaben
    o Training im Einzel- und Gruppensetting
  • rTMS und tDCS (repetitive transkranielle Magnetstimulation und transkranielle Gleichstromtherapie)
    o Ergänzende Interventionen zur Behandlung von Vernachlässigungen  einer Raum-­ und Körperhälfte (Neglect) sowie Gesichtsfeldeinschränkungen  (Hemianopsie)
  • Klinisch-psychologische  Beratung und Behandlung:
    o Gespräche zur Krankheitsverarbeitung
    o Informationsvermittlung über Erkrankungen und Risikofaktoren
    o Lifestyle-Modifikation  (Raucherberatung, Umgang mit Alkohol, Stressmanagernent, ...)
    o Förderung der Entspannungsfähigkeit im Einzel- und Gruppensetting o Biofeedback
  • Angehörigenberatung

Kontakt
Tel.: 02824 2235-27600

Klinische Psychologie / Klinische Neuropsychologie

Im gesamten klinischen Behandlungsverlauf hat die Sozialarbeit eine systemübergreifende, diagnostische, beratende und begleitende Aufgabe – sowohl im Einzelkontakt als auch in sozialer Gruppenarbeit. Diplomierte SozialarbeiterInnen sind ExpertInnen für die Anwendung und praktische Umsetzung der Sozialgesetze.

Gemeinsam mit PatientInnen und deren Angehörigen und in Kooperation mit multiprofessionellen Teams werden individuelle und nachhaltige Unterstützungsmöglichkeiten für die Zeit während und nach einem Aufenthalt im Krankenhaus erarbeitet.


Aufgaben der Klinischen Sozialarbeit

  • Sozialanamnese und Soziale Diagnostik (u.a. Erhebung und Einschätzung der sozialen Situation)
  • Psychosoziale Begleitung und Intervention
  • Entlastungs- und Krisengespräche
  • Beratung, Information und Begleitung von PatientInnen und der An-/Zugehörigen in sozialen, rechtlichen und finanziellen Fragen und Angelegenheiten (z.B.: Gebührenbefreiungen, Pension, Krankengeld, Versicherungsschutz, Pflegekarenz, Familienhospizkarenz,…)
  • Beratung und Unterstützung bei Vertretungs- und Vorsorgemöglichkeiten
    (z. B.: Erwachsenenvertretung, Vorsorgevollmacht, Vertretungsbefugnis, Patientenverfügung,…)
  • Unterstützung in Notsituationen und bei existenzsichernden Maßnahmen (z.B.: Arbeitsplatzverlust, Mindestsicherung, Schulden, Wohnungslosigkeit, erlebter oder drohender Gewalt,…)
  • Beratung bei Fragen zur weiteren Betreuung und Versorgung bei Pflegebedürftigkeit (z.B.: mobile Dienste, Pflegeheim, Hospiz,…)
  • Vernetzung mit und Vermittlung zu Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses (z.B.: Behörden, Organisationen, Institutionen, Beratungseinrichtungen,…)
  • Hilfeplanung, Koordination (Helferkonferenz, Fallverlauf etc.)
  • Kontakt
    Tel.: 02824/2235 - 22800
    E-Mail senden >>
  • Erreichbarkeit
    Montag – Mittwoch 07:00 - 17:00 Uhr
    Donnerstag 07:00 - 12:00 Uhr
    Freitag 07:30 - 16:00 Uhr


Klinische Sozialarbeit

Unsere Diätologin ist Ihr Ansprechpartner in Sachen Ernährung im Landesklinikum Allentsteig. Sie unterstützt, mit ernährungsmedizinischem Fachwissen und Handeln, den Patienten bei der Genesung und trägt dadurch wesentlich zu seinem Wohlbefinden bei.

Weiters vermittelt sie als Bindeglied zwischen Patienten, Ärzten, Pflege, Küche und Logopädie. Es wird somit interdisziplinär an der optimalen Versorgung jedes Patienten gearbeitet. Ziel ist es, das Wohlbefinden und den Krankheitsverlauf der Patienten durch eine angepasste Ernährung positiv zu beeinflussen.


Ihre Aufgabengebiete umfassen:

  • Ernährungstherapie: bei speziellen Ernährungsanforderungen (z.B. Intoleranzen oder Allergien) wird der Speiseplan individuell für den Patienten adaptiert
  • Ernährungsmedizinische Beratung: für die Erkrankung relevante Inhalte werden dem Patienten praxisnah vermittelt. Beratungsunterlagen zum Nachlesen gewährleisten die Versorgung für zu Hause.
    Häufige Inhalte sind:
    - Übergewicht
    - Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus, erhöhte Blutfette, Gicht
    - Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes: Sodbrennen, Gastritis, Durchfall, Verstopfung
    - neurologische Erkrankungen: Multiple Sklerose, Morbus Parkinson
    - Lebensmittelunverträglichkeiten (Lactoseintoleranz, Histaminintoleranz, Zöliakie) und Allergien
  • Versorgung von Patienten mit Schluckstörungen
  • Enterale (= „künstliche“) Ernährung: Auswahl, Berechnung und Umgang mit Sondenkost
  • Mangelernährung: Versorgung mit Trinknahrungen, sowie Nahrungsmodulen zur Anreicherung
  • Zusammenarbeit mit der Küche bezüglich der Umsetzung ernährungsmedizinischer Anforderungen in der täglichen Küchenpraxis.
  • Bearbeitung des Speiseplans
  • Administrative Tätigkeiten
  • Praktikumsanleitung


Diätologie

Musiktherapie dient der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit und beinhaltet neben dem rezeptiven Einsatz von Musik (Therapeutin spielt live für Patientin) die gemeinsame aktive musikalische Improvisation (Patientin und Therapeutin musizieren oder singen miteinander). Dabei sind keine musikalischen Vorkenntnisse nötig. Es geht vorwiegend um das gemeinsame Erleben von Musik und deren wohltuende Wirkung auf Körper und Geist.

Das Therapieziel und die darauf abgestimmten Methoden richten sich dabei nach den Bedürfnissen des Gegenübers und werden mittels Live-Musik (zB in Form von Lieblingsliedern, Entspannungsmusik) umgesetzt. Die therapeutische Beziehung und der Einsatz von Musik können dazu beitragen, die emotionale Stimmungslage und psychische Befindlichkeit zu verbessern und damit die Krankheitsverarbeitung zu unterstützen.

Kunsttherapie bietet den geschützten Rahmen sich und sein Inneres über gestalterische Mittel zum Ausdruck zu bringen. Die unterstützende Begleitung der kreativ-schöpferischen Prozesse ermöglicht neue Erfahrungen und eine Erweiterung des persönlichen Handlungsspielraums. Freudvoller, spielerischer und lustvoller Umgang mit verschiedenen Materialien fördert die Selbstwahrnehmung und eröffnet neue Perspektiven.

Leitung Pflege

Sekretariat
Tel.: 02824/2235-11140